Erinnerungstafel an die Sterkrader Geschichte
Sterkrader Geschichte sichtbar machen
Mit einer wachsenden Zahl historischer Tafeln möchten die Sterkrader Ritter prägende Orte, Gebäude und Ereignisse der Stadtteilgeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Die Tafeln erinnern an markante Plätze, erzählen von vergessenen Geschichten und machen die lokale Identität im Stadtbild wieder sichtbar.
Ob ehemaliges Rathaus, traditionsreiche Gaststätte oder industrielles Denkmal – jede Tafel ist Teil eines historischen Rundgangs durch Sterkrade. Sie lädt ein zum Entdecken, Verstehen und Weitererzählen.
-
Der Kaiserhof zählte einst zu den bedeutendsten Adressen Sterkrades. Mit seinem großzügigen Saal für bis zu 900 Gäste war er Schauplatz für Feste, Versammlungen und Veranstaltungen aller Art. Auch städtische Gremien tagten dort, sodass das Gebäude eine zentrale Rolle im öffentlichen Leben Sterkrades einnahm. MEHR
-
Der „Brandenburger Hof“ war eines der traditionsreichsten Hotels in Sterkrade mit angeschlossener Gaststätte und großem Festsaal. Errichtet wurde er vom Münsteraner Junggesellen Hasken (Datum unbekannt). Der Name geht laut Überlieferung auf den Aufenthalt eines brandenburgischen Kurfürstenpaares zurück – währenddessen soll ein Prinz geboren worden sein. MEHR.
-
Das Backhaus der Familie Barmscheid wurde um 1850 in Königshardt erbaut und bis 1953 regelmäßig genutzt – auch von Nachbarn, die dort ihren Teig backen ließen. Danach verfiel das Gebäude, bis es 1978 unter Denkmalschutz gestellt wurde. MEHR
-
Die Kirche geht auf das ehemalige Kloster Sterkrade zurück, das um 1150 erstmals erwähnt wurde. Nach der Aufhebung des Klosters im Jahr 1809 entstand 1827 ein neuromanischer Bau mit Westturm, der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und später abgerissen wurde.
Das heutige Kirchengebäude wurde 1952/53 im Stil einer romanischen Basilika errichtet; der freistehende Glockenturm kam 1987 hinzu. 1965 erhob Papst Paul VI. St. Clemens zur Propsteikirche. MEHR
-
Die Tafel erinnert an die Anfänge der evangelischen Gemeinde, die im Zuge der Industrialisierung ab 1808 entstand. 1846 wurde der erste Hilfsgeistliche berufen, 1848 die Pfarrgemeinde gegründet. Der Kirchenbau wurde mit Unterstützung der Hüttengewerkschaft Jacobi, Haniel & Huyssen sowie durch eine Hauskollekte finanziert. Die Friedenskirche konnte 1852 feierlich eingeweiht werden. MEHR
-
Seit 1571 ist an diesem Ort ein Hagelkreuz in Buschhausen bezeugt. Es markierte die Grenze alter Feldfluren und diente zugleich als Wegkreuz für Prozessionen. Das heutige Steinkreuz stammt aus dem Jahr 1772 und ist rund drei Meter hoch. MEHR
-
Mit dem Zusammenschluss von Holten, Buschhausen und Sterkrade zur Bürgermeisterei im Jahr 1886 entstand der Bedarf nach einem eigenen Verwaltungsgebäude. Bereits 1887 wurde das neue Amtshaus auf einem Grundstück der GHH errichtet – mitten in einem industriell geprägten Umfeld. MEHR
-
Die „Sterkrade-Steine“ – ein in Stein gemeißelter Schriftzug – galten lange Zeit als verschollen. Jahrzehntelang lagen sie verborgen im Volkspark am Bahndamm, bis sie schließlich durch Zufall von Hubert Cordes wiederentdeckt wurden. Ihre Herkunft ist nicht eindeutig belegt, doch vieles spricht für das Jahr 1935: Damals feierte die Gutehoffnungshütte ihr 125-jähriges Bestehen – vermutlich der Anlass für die Aufstellung des Schriftzugs. MEHR
-
Schon im 16. Jahrhundert sind in Sterkrade Hagelkreuzfeste belegt, bei denen Hofbesitzer Lebensmittel an Bedürftige spendeten. 1802 ließ der Lehrer Peter Rogez ein Holzkreuz an der Kreuzung von Markt- und Friedhofstraße errichten; später ersetzten seine Söhne das wettergeschädigte Kreuz durch ein steinernes. MEHR
-
Die Tafel informiert über die Veränderungen, die die ursprüngliche Gedenktafel im Zuge der nationalsozialistischen Herrschaft ab 1933 erfuhr. Sie verleiht der Gedenktafel damit eine historische Kontextualisierung und eröffnet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich mit der gegenwärtigen Bedeutung von Krieg, Ideologie und Erinnerungskultur auseinanderzusetzen. MEHR
-
Die Kirche an der Kempkenstraße wurde in den Jahren 1905/06 nach Plänen des Mülheimer Architekten Heinrich Heidsiek als evangelische Kirche auf freiem Feld errichtet, welches damals noch zur Gemeinde Hiesfeld, Kreis Ruhrort, gehörte.
1917 wurde die Gemeinde Hiesfeld zwischen den Städten Dinslaken und Sterkrade aufgeteilt, wobei der südliche Teil - das heutige Schmachtendorf - an die Stadt Sterkrade fiel. MEHR
-
Für die früher auf der Königshardt vorherrschende Landwirtschaft war eine Schmiede unerlässlich. Die erste Schmiede wurde von Wilhelm te Heesen betrieben. Sie befand sich im hinteren Teil des Hauses Buchenweg 276. Im Vorderhaus unterhielt Schmied te Heesen ein Eisen- und Haushaltswarengeschäft. Im Jahre 1898 wurde die heutige Schmiedewerkstatt angebaut. Nachfolger von te Heesen war Schmiedemeister Todtberg. Von diesem erwarb Schmiedemeister Gottfried Rittmann im Jahre 1919 die Schmiede. Schmiedemeister Gottfried Rittmann hat vom Tage der Übernahme der Schmiede bis 1950, also etwa 30 Jahre lang, täglich fünf bis sechs Arbeitspferde beschlagen. Auf Grund der zunehmenden Motorisierung kamen Pferde in der Landwirtschaft immer weniger zum Einsatz. Deshalb ergänzte Sohn Heinz Rittmann die Tätigkeit um Kunstschmiedearbeiten. 1995 wurde die Schmiede für immer geschlossen. MEHR